Die Blende und ihre Wirkung

Dezember 6th, 2010 von Sebastian Scharrer

Die Blende erfüllt zwei wichtige Funktionen: Einerseits wirkt sie sich unmittelbar auf die Stärke der Belichtung des Bildsensors, Films oder Fotopapiers aus: Je größer die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Blendenöffnung und desto weniger Licht dringt durch das Objektiv. So lässt das Objektiv bei der Blendenzahl-Einstellung 5.6 weniger Licht durch als bei 2.8. So wird in Verbindung mit der Belichtungszeit die Belichtung des Films bzw. Aufnahmesensors geregelt (Verhältnis ist beschrieben unter Lichtwert).

Andererseits beeinflusst die Blende die Schärfentiefe: Mit größerer Blendenzahl und damit kleinerer Blendenöffnung wird nicht nur die wirksame Lichtmenge verringert, auch die Unschärfenkreise werden durch den spitzeren Lichtkegel kleiner. Folglich vergrößert sich der Bereich des Motivs, der noch als scharf wahrgenommen wird, bis der zulässige Grenzwert (Zerstreuungskreisdurchmesser, hier 0,1 mm) erreicht wird. Der Bereich der scharfen Abbildung (Schärfentiefe) nimmt beim Schließen der Blende also zu.

Daraus folgt:

  • Je größer die Blendenzahl ist, desto größer ist die Schärfentiefe (und desto kleiner ist die Blendenöffnung)
  • Je kleiner die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Schärfentiefe (und desto größer ist die Blendenöffnung)

Quelle: Wikipedia

Was das nun praktisch heißt, möchten wir Ihnen hier mit einem interaktiven Beispiel demonstrieren.
Fahren Sie einfach mit der Maus über den Slider rechts neben der Blenden-Animation, um zu sehen, wie sich die Schärfentiefe bei variabler Blendeneinstellung verändert.

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